Licht im Haus bringt Glück.

Licht im Haus bringt Glück.

Licht im Haus bringt Glück

… Eines Tages verlor der Radscha dieses Landes einen wertvollen Siegelring. Unbemerkt war er ihm im Innenhof des Schlosses vom Finger gerutscht. Ein heiliger Geier flog vorbei und sah den Rubin des Ringes in der Sonne glitzern. Der Geier nahm an, es sei ein Stückchen Fleisch, schoss auf den Ring und flog mit ihm davon.

Als er aber merkte, seine Beute sei nicht essbar, ließ er den Ring wieder fallen, gerade über dem Haus, in dem Suguni lebte. Der Ring fiel zu Füßen der jungen Frau. Sie hob ihn auf und versteckte ihn in ihren Kleidern.
Gegen den Abend dieses Tages verkündete ein Ausrufer in den Straßen von Gowinapati, der Radscha habe einen wertvollen Ring verloren und derjenige, der ihn fände, bekäme eine hohe Belohnung.

Suguni rief alle Familienmitglieder und sagte ihnen: „Den Ring habe ich. Ein heiliger Geier ließ ihn zur Mittagszeit zu meinen Füßen fallen. Lasst uns zum Radscha gehen. Ich werde ihm den Ring geben und erklären, wie ich in seinen Besitz kam. Wenn er mir eine Belohnung geben wird und mich fragt, was ich will, so werde ich ihm einen Wunsch äußern. Nur bitte ich euch, mir nicht zu widersprechen und mit meinem Wunsch zufrieden zu sein, wie gering er euch auch scheinen möge.“

Die Familie war damit einverstanden und sie gingen zum Schloss. Suguni übergab dem Radscha den Ring und erzählte ihm, wie sie in seinen Besitz gekommen war.

Der Radscha war über Sugunis Ehrlichkeit erstaunt und sagte, sie solle sich wünschen, was sie wolle.

„Großherziger Gebieter, deine Dienerin bittet dich nur um eine Kleinigkeit,“ antwortete Suguni. „Erlaube, dass in der Freitagnacht alle Lichter der Stadt ausgelöscht seien, nicht das kleinste Fünkchen darf brennen, nicht einmal in deinem Schloss. Nur unser Haus soll beleuchtet sein, so viel als es unsere Mittel erlauben.“

„Es sei, wie du wünschest, bescheidene Bittstellerin. Ich gebe dir die Erlaubnis schon auf die Nacht am nächsten Freitag.“

Freudig verbeugte sich Suguni vor dem Radscha und ging mit der Familie heim. Ihre Angehörigen waren etwas enttäuscht über ihre Bitte.

Als Suguni nachhause gekommen war, suchte sie ihren letzten Schmuck zusammen, verkaufte ihn und erstand Kerzen, um das Haus am nächsten Freitag zu beleuchten.

Endlich war es Freitag. Suguni fastete den ganzen Tag und rief gegen Abend die Brüder ihres Mannes. „Liebe Brüder, ich habe veranlasst, dass unser Haus von tausend Kerzen beleuchtet wird, nun müsst ihr mir helfen. Einer von euch muss die ganze Nacht an der vorderen Haustüre wachen und der andere an der hinteren, ohne ein Auge zu schließen. Wenn zum vorderen Eingang eine schöne, gut gekleidete Frau hereinkommen will, vertritt ihr den Weg und lass sie erst herein, wenn sie geschworen hat, niemals mehr das Haus zu verlassen. Wenn aber zum hinteren Eingang eine hässliche Frau kommt und das Haus verlassen will, so nimm von ihr den Schwur, niemals mehr wiederzukehren …

Wo Licht ist, ist auch Glück. Indisches Märchen

 

Kleine Bilderreise zum lichtvollen Haus

Begeben Sie sich in Ihrer Vorstellung in eine Landschaft
in der ein Haus steht.

Es ist Nacht. Alles ist Dunkel, nirgends brennt Licht.

Nur ein einziges Haus ist erleuchtet von 1000 Kerzen.

Bewundern Sie das hell erleuchtete Haus.

Jetzt bemerken Sie wie die heiligen Schwestern,
die Acht Weltwohle, das hell erleuchtete Haus betreten.

Gleichzeitig sehen Sie,
wie zum Hinterausgang eine hässliche Alte in Lumpen,
das Haus verlässt.

Und Sie nähern sich dem Haus.

Fühlen Sie in sich nach und erleben Sie,
welche größte Not aus Ihrem Haus soeben
für Immer ausgezogen ist.

Jetzt betreten Sie ehrfurchtsvoll und staunend
das hell erleuchtete Haus
und grüßen die 8 heiligen Schwestern.

Und sie fragen Sie,
was Sie in diesem Ihrem Hause glücklich machen würde
und was Ihnen Wohlbefinden gäbe.

Und Sie sagen es ihnen.

Und nun beschenken die 8 heiligen Schwestern Sie
mit Gaben für Ihr Glücklich Sein und Ihr Wohlbefinden:

Und Sie nehmen ehrfürchtig entgegen,
was Ihnen die 1. bringt
und danken ihr von Herzen …

Sie verabschieden sich von den Heiligen Schwestern, verlassen das lichtvolle Haus und kehren in die äußere Welt zurück.

Notieren Sie sich das Erlebte.
Und betrachten Sie Ihr eigenes Haus
als erhellt vom Licht
und beschenkt mit einer wertvollen Gabe,
die Sie sehr glücklich macht.

Märchenadventskalender
vom Licht, vom Leben, von der Liebe 3. Tag,
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© Monika Zehentmeier und Verlag Märchenhaft leben

 

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